Forschung und Interpretation der Alterümlichen Musik

Seit der Gründung im Jahre 1984 widmet sich SCHOLA ANTIQUA dem Studium, der Forschung und Interpretation der altertümlichen Musik und besonders dem gregorianischen Gesang. Alle seine Komponenten entstanden wie Chorknaben im Knabenkirchenchor der Abtei Sta. Cruz des Valle de los Caídos. Sein Repertoire erfasst die ganze abendländische liturgische Monodie (beneventanisch, ambrosianisch mozarabisch..) in ihren unterschiedlichen Formen, sowie die primitive Poliphonie des S.Marcial von Limoges, Notre-Dame, Ars Antiqua y Ars Nova. Oftmals fügt er seinem Repertoire die alternatim-Aufführungen mit der Orgel und mit den poliphonischen Ensemblen ein, indem er den gregorianischen Gesang in Tastenwerken, spanischer Poliphonie und in den Orgelmessen von Komponisten des französischen und italienischen Barocks mit Organisten wie Claudio Astronio, Raúl del Toro, Roberto Fresco und Montserrat Torrent interpretiert. Bei seinen Rekonstruktionen des gregorianischen Gesangs arbeitet er regelmässig mit La Colombina, Ensemble Plus Ultra, His Majesty’s Sagbutts and Cornetts, Ensemble Baroque von Limoges, Ministriles de Marisas, La Grande Chapelle,... zusammen.

SCHOLA ANTIQUA ist bei zahlreichen Festspielen in unserem Land, in Europa und in den Vereinigten Staaten, Japan, and Lebanon aufgetreten, er hat für TVE, RNE, Radio Bayern und Radio Frankreich aufgezeichnet. Ergebnis seiner Forschungen sind sein den rekonstruierten Teilen des gregorianischen Repertoires gewidmetes Album, das sich an die ältesten Manuskripte anlehnt, und eine Monographie über die altertümliche spanische Liturgie, wo zum ersten Mal Gesänge der Totenmesse nach mozarabischer Tradition zusammengefasst sind. Zusammen mit der Kapelle Peñaflorida hat er eine Rekonstruktion einer Vorabendmesse mit Musik aus dem XVI-XVIII Jahrhundert der Kapellmeister der Kathedrale von Burgo de Osma aufgezeichnet, mit dem Knabenkirchenchor der Abtei Sta. Cruz hat er die erste weltweite Aufzeichnung nach dem von der Sagrada Congregación de Ritos (der Heiligen Ritus-Kongregation) reformierten Ritual einer Mozarabischen Messe realisiert. Im Jahre 2004 hat er zusammen mit La Colombina für die Sammlung Glossa eine Rekonstruktion des Officium Hebdomadae Sanctae von Tomás Luis de Victoria aufgenommen, die von der XLIII. Religiösen Musikwoche von Cuenca produziert wurde. Im Jahre 2005 zeichnete er zusammen mit La Grande Chapelle eine Rekonstruktion des Officium und Missa pro Defunctis von Mateo Romero auf. Seine Plattenaufnahmen stellen einen Ausflug durch den lateinischen Octoechos (2001), eine Rekonstruktion einer der Kirche gewidmeten tropierten Messe (2004) und die erste Aufzeichnung von Teilen der „mozarabischen“ Messe der Weihe des Altars dar. SCHOLA ANTIQUA vergisst nicht, dass die Liturgie als unverfälschter Kontext der gregorianischen sowie der spanischen liturgischen Monodie teilnimmt. So bekundet es seine wiederholte Teilnahme an der Religiösen Musikwoche von Cuenca, an der Religiösen Dreitägigen Andacht, die in der Kathedrale abgehalten wird, die verschiedenen „mozarabischen“ Messen in der Abtei von Sta. Cruz oder die Teilnahme an der Klausur der Antiken Musikwoche von Estella. Kürzlich hat er zusammen mit dem Ensemble Plus Ultra und His Majesty’s Sagbutts and Cornetts an dem Week End of Early Music in der Queen Elizabeth Hall teilgenommen.

JUAN CARLOS ASENSIO PALACIOS beginnt sein Musikstudium im Knabenkirchenchor Santa Cruz del Valle de los Caídos; danach setzt er es am Höheren Königlichen Musikkonservatorium fort (Musikwissenschaft, Querflöte, Chorleitung...). Als Mitarbeiter bei musikalischen Projekten der Stiftung Caja de Madrid und des RISM hat er in Fachzeitschriften verschiedene Arbeiten zusammen mit Bearbeitungen des Códice de Madrid und des Códice de Las Huelgas (alte Handschriften) veröffentlicht. Im Jahre 2003 veröffentlichte er für den Verlag Alianza eine Monographie über den Gregorianischen Gesang.
Er ist Mitarbeiter des Atêlier de Paléographie Musicale der Abtei Solesmes, Studienrat des Gregorianischen Gesangs und Musikpaläographie am Höheren Musikkonservatorium von Salamanca, und Profesor der Geschichte Mittelalterlicher Musik und Notenschrift an der Höheren Musikschule von Katalonien. Seit seiner Gründung im Jahre 2002 ist er Präsident des AHisECGre (Spanischer Verein des Studiums des Gregorianischen Gesangs), Mitglied des Consiglio Direttivo de la AISCGre (Internationaler Verein des Studiums des Gregorianischen Gesangs) und Herausgeber der Zeitschrift Gregorianische Studien. Seit 1996 ist er Direktor bei SCHOLA ANTIQUA.

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